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19 April 2012

...nichts für Grobmotoriker.......Tauschen eines Mini-ICs

.....mal was ganz Anderes zwischendurch, aber ich wollte Euch einfach mal zeigen,
mit was ich mich gelegentlich beschäftige.

Bei uns in der Firma bin ich meist der, der die "fummligen Sachen" zu erledigen hat,
und in den letzten Tagen waren mal wieder ein paar Spezialaufgaben zu lösen.

Höchst filigrane Lötaufgaben

1.Bedrahten eines SMD-ICs
Hier gings darum, einen Ersatztyp zu testen, da das bisherige Bauteil abgekündigt ist.
( derzeit ein echtes Dilemma, bis bei einer Neuentwicklung die ersten Funktionsmuster
laufen ist meist das erste Teil schon wieder nicht mehr lieferbar....)
Dazu mus diese Variante auf ein größeres Pad gelötet werden. und dazu müssen Leitungen dran!
Später gibts natürlich ein Redesign, aber da der Rest gleich bleibt muss dieser Chip auch in
der bisherigen Platine laufen. Die Drähte sind übrigens 0,2mm dick.
Normalerweise nimmt man für so was eine Adapterplatine, und ich habe auch eine
entworfen und in Auftrag gegeben, aber manche Sachen müssen halt "sofort"
erledigt werden und bis die Platinchen da sind konnte ich in dem Fall nicht warten.




2.Auswechseln eines extrem kleinen ICs
Ein sehr winziges Bauteil war so klein, dass der Bestücker einer Versuchsplatine es nicht
schaffte, das korrekt zu löten. (Die Pads passten auch nicht ganz, aber das kommt halt
manchmal vor, und deswegen muss man so was auch einfach mal testen obs trotzdem geht,
und hier gings halt nicht.Das war Teil des Tests.Wenn man solche Teile einsetzen will, dann muss
jede Fehlermöglichkeit zuvor ausgekundschaftet werden!

Ein paar Pins hatten kein Zinn angenommen


Neues Bauteil, neuer Versuch, diesmal durfte ich es "von Hand" versuchen


Da soll das Ding hin! Zinn-Paste (SMD-Lötpaste = Zinnkügelchen in Flussmittel) ist bereits
aufgetragen


 Fertig! Diesmal funktioniert das Ding! Der kleine (2 x 2 mm) ist ein Spannungsregler der 100mA schafft!
Sorry, dass ich Euch nicht alles zeigen kann, aber der Rest fällt unter Betriebsgeheimnis!


.......und weils mir grad danach ist.....
ein kleines Video der uralten Drehbank in meiner Werkstatt

Keine Ahnung, wie alt das Ding ist, ich vermute aber fast,  dass sie schon
in etwa 100Jahre alt sein dürfte...(vor vierzig Jahren sah sie schon ganz genau so aus)
Ich hab sie schon ein paar Mal verschenkt, weil ichs nicht übers Herz bringe, das Teil zu
verschrotten. Ich bräuchte den Platz! So was geht ganz schön im Weg um!
Bisher hat aber keiner ders haben wollte nachher das Ding auch abgeholt!
Momentan bin ich aber froh, das alte Teil noch dastehen zu haben,
weil ich da sehr große Werkstücke einspannen kann. Damit zu arbeiten ist aber abenteuerlich,
weil fast alle Spindeln "verkehrt rum" gehen, eine gewaltige Steigung haben, und
weil da nirgendwo eine Art Skala oder dergleichen zu finden ist, nach der man sich
richten könnte. Hier geht alles "nach Gefühl"




Kommentare:

  1. Ich frage mich nur, wo du dieses riesengrosse Cent-Stück herbekommen hast..)
    Nicht schlecht..!

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  2. Ich frage mich da eher, wie man die Hände so ruhig kriegt, da man da nich gleich alles verzinnt ;-)

    Bei mir fangen die Probleme schon bei normalen ICs an. Lesebrille hab ich noch nicht, ohne geht so nah ran nicht mehr und mir Lupe is auch nich das Wahre. Dann den Lötolben so ran, das die Wärme auch dahinkommt wo sie soll...
    Ich bin versucht, das bei mir erstmal aufs falsche Werkzeug zu schieben.

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